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Motivational Interviewing - Psychotherapie auf Augenhöhe - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Langtext
Veranstaltungsnummer 078196 Kurztext
Semester SoSe 2022 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen Studienjahr
Max. Teilnehmer/-innen 20
Credits Belegung Keine Belegpflicht
Hyperlink
Sprache deutsch
Termine Gruppe: [unbenannt] iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
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Fr. 15:00 bis 18:00 Einzel am 20.05.2022 Fliednerstr. 21 - Fl 34        
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Sa. 09:00 bis 18:00 Einzel am 21.05.2022 Fliednerstr. 21 - Fl 34        
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So. 09:00 bis 15:00 Einzel am 22.05.2022 Fliednerstr. 21 - Fl 34        
Gruppe [unbenannt]:
 
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Demmel, Ralf , Priv.Doz. Dr. verantwort
Zuordnung zu Einrichtungen
Fachbereich 07 Psychologie und Sportwissenschaft
Inhalt
Kommentar

Motivational Interviewing ist ein zugleich patientenzentriertes und direktives Verfahren. Die Patient:innen werden nicht »überzeugt« oder überredet, sondern vielmehr zu einem so genann­ten Change Talk – einem lauten Nachdenken über Veränderung – ermutigt (Möchte ich etwas verändern? Traue ich mir das zu? Warum sollte ich vielleicht etwas verändern? etc.). Verände­rung soll nicht verordnet, sondern vielmehr in gegenseitigem Einvernehmen – auf Augenhöhe – vereinbart und vorbereitet werden. So wird die Patient:in zur Fürsprecher:in einer Verände­rung. Da auf jegliche Konfrontation verzichtet wird, profitieren insbesondere »unmotivierte« Patient:innen von einer Behandlung, die den von Miller und Rollnick (2015) formulierten Prin­zipien entspricht: Die Vorbehalte und Einwände der Patient:in werden aufgegriffen, unfrucht­bare Auseinandersetzungen vermieden und Widerstände minimiert. Das Vorgehen stimmt weit­gehend mit den Annahmen sozialpsychologischer Theorien der Ver­haltensänderung – insbe­sondere der Theorie der Selbstbestimmung – überein. So wird bei­spielsweise angenommen, dass die Autonomie der Patient:in gefördert werden muss, um Am­bivalenz und damit ein Ver­harren im Status quo zu überwinden.

Motivational Interviewing wurde zunächst in Abgrenzung zu herkömmlichen – oftmals kon­frontativen – Methoden der Behandlung alkoholabhängiger Patient:innen entwickelt. In den vergangenen Jahren wurde der Anwendungsbereich jedoch zunehmend erweitert: Verhaltens­medizin (z. B. Adipositas, Diabetes, Tabakabhänggkeit), Psychiatrie (z. B. Schizophrenie), Psychotherapie (z. B. Essstörungen, Stö­rungen im Kindes- und Jugendalter), Soziale Arbeit (z. B. Bewährungshilfe, Strafvollzug, Wohnungslosenhilfe) oder Zahnmedizin (Dentalhygi­ene).

Methoden: Auswertung von Transkripten und Gesprächsaufzeichnungen, Life-und Videode­monstrationen (»Lernen am Modell«), Übungen in kleinen Gruppen (zwei bis drei Teilneh­mer:innen), kurze Referate des Dozenten (15 bis 20 Minuten), Hospitationen.

Literatur

Demmel, R. (2022). Motivational Interviewing. In M. Linden & M. Hautzinger (Hrsg.), Ver­haltenstherapiemanual (pp. 191-195). Berlin: Springer.

Demmel, R. (2020). Motivational Interviewing. In J. Bengel & O. Mittag (Hrsg.), Psychologie in der medizinischen Rehabilitation: Somatopsychologie und Verhaltensmedizin (pp. 125-135). Berlin: Springer.

Demmel, R. (2017). Poster Motivational Interviewing: Prozesse auf einen Blick. Weinheim: Beltz.

Demmel, R. & Kemény, G. (2022). Motivational Interviewing: Arbeitshilfen für Therapie und Beratung. Mit einem Geleitwort von Stephen Rollnick. Freiburg im Breisgau: Lambertus.

Miller, W. R. & Rollnick, S. (2015). Motivierende Gesprächsführung. Freiburg im Breisgau: Lambertus.

 

Bemerkung

Eine verbindliche Anmeldungen per email (bitte unter Betreff angeben: Motivational Interviewing SS 2022) an fb7dekan@uni-muenster.de bis zum 06.05.2022 ist notwendig.


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Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2022 , Aktuelles Semester: WiSe 2022/23