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Drogenprohibition und die sozio-ökonomischen Folgen für die internationale Gesellschaft - Einzelansicht

Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Langtext
Veranstaltungsnummer 068121 Kurztext
Semester SoSe 2022 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen Studienjahr
Max. Teilnehmer/-innen 30
Credits Belegung Belegpflicht
Hyperlink
Sprache deutsch
Termine Gruppe: [unbenannt] iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
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Mo. 12:00 bis 14:00 woch 04.04.2022 bis 11.07.2022  Georgskommende 33, Haus C - Cont BH-3        
Gruppe [unbenannt]:
 


Zugeordnete Personen
Zugeordnete Personen Zuständigkeit
Dias de Oliveira, Darcy João verantwort
Freise, Matthias, Priv.-Doz. Dr. verantwort
Studiengänge
Abschluss - Studiengang Sem ECTS Bereich Teilgebiet
- Allgemeine Studien ( AST 4) - 3
Prüfungen / Module
Prüfungsnummer Modul
2216009 Drogenprohibition und die sozio-ökonomischen Folgen für die internationale Gesellschaft - Allgemeiner Abschluss Allgemeine Studien Version 2004
Zuordnung zu Einrichtungen
Fachbereich 06 Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften
Inhalt
Kommentar

Der Krieg gegen die Drogen ist gescheitert, schädlich und teuer, so die unumstrittene Bilanz eines seit 50 Jahren herrschendem und von Erfolglosigkeit geprägten globalen Krieg gegen das organisierte Verbrechen. Seit die USA 1971 unter Nixon dem weltweiten Drogenhandel den „War on Drugs“ erklärt haben, folgten viele andere Nationen ihrem Beispiel. Die selbstgesteckten Ziele der globalen Repressions- und Prohibitionspolitik sind seit je her zum einen, den Verkauf und die Produktion, sowie den Konsum bestimmter Substanzen zu verhindern. Das (historische) Scheitern dieser Zielsetzungen ändert jedoch nichts an der Fahrtrichtung der globalen Politik. Obwohl die staatlichen Ausgaben der repressiven Politik, der Strafverfolgung und der Kriminalisierung global und in Deutschland stetig zunehmen und noch nie höher waren als heute, gibt es keine Anzeichen für eine Eindämmung des weltweiten Drogenmarktes. Trotz aller staatlicher Bemühungen und vermeintlichen Erfolge in der Bekämpfung des Drogenhandels, sind sowohl die Gewinnmargen des internationalen Drogenmarktes als auch die reine Masse der produzierten und verkauften Drogen, sowie die Nachfrage nach diesen Substanzen, so hoch wie noch nie. Die aus dem „War on Drugs“ entstandenen globalen Folgen sind katastrophal und die Kovarianz des Drogenelends und der Drogenpolitik nicht mehr von der Hand zu weisen: Neben der deutlichen Destabilisierung der Demokratie in einigen Ländern Lateinamerikas, der globalen Korruption und den tausenden Toten, die dieser Krieg zur Folge hat, sind die daraus resultierenden Folgen und Schäden für die Gesellschaft, die Ökonomie, das Gesundheitssystem und die Konsument:innen so drastisch, dass hier eine klare Kosten- Nutzen-Relation längst überfällig scheint. Dieses Seminar soll keinen „Appell zur Legalisierung“ darstellen, sondern einen nüchternen Überblick über das Ausmaß und die Folgen jahrzehntelanger staatlicher und globaler Verbotspolitik geben und diese im historischen und aktuellen Kontext kritisch analysieren und diskutieren. Des Weiteren soll das Thema der Drogenbekämpfung entmystifiziert und in einen gesellschaftskritischen Kontext gebracht werden.

 

 


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2022 , Aktuelles Semester: WiSe 2022/23