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Wessen Freund und wessen Helfer? – Ein Überblick zur Geschichte der deut-schen Polizei im 20. Jahrhundert - Einzelansicht

Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Langtext
Veranstaltungsnummer Kurztext
Semester WiSe 2022/23 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen 25 Studienjahr
Max. Teilnehmer/-innen 25
Credits Belegung Belegung gesperrt
Hyperlink
Sprache deutsch
Termine Gruppe: [unbenannt] iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
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Do. 10:00 bis 12:00 woch 06.10.2022 bis 02.02.2023  Orléans-Ring 12 - SRZ 115        
Belegung gesperrt

Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Schulte, Wolfgang, Dr. verantwort
Studiengänge
Abschluss - Studiengang Sem ECTS Bereich Teilgebiet
Studium im Alter - studium generale (A1 STG 0) -
Zuordnung zu Einrichtungen
Zentrale Betriebseinheiten
Inhalt
Kommentar

„Wessen Freund und wessen Helfer?“ so lautete vor gut 20 Jahren der Titel einer Ausstellung zur Kölner Polizei im NS-Staat. Diese erkenntnisleitende Fragestellung soll auf alle Epochen deutscher Geschichte im 20. Jahrhundert übertragen werden. Dabei wird es darum gehen, das Verhältnis der Polizei zur Politik aber auch die Frage nach ihrem Selbstverständnis näher zu beleuchten. Diese Untersuchung kann nur und muss im Kontext der allgemeinen geschichtlichen Entwicklung im Deutschland des 20. Jahrhunderts erfolgen.

Im 20. Jahrhundert hat die Polizei in Deutschland fünf sehr unterschiedlichen politischen Systemen gedient. Mit der vorliegenden Veranstaltung sollen die wesentlichen Entwicklungsprozesse der Polizei in vier dieser Epochen deutscher Geschichte vorgestellt werden:

  1. Polizei in der Weimarer Republik – zwischen militärischen Wurzeln und Anforderungen an eine moderne, republikanische Polizei
  2. Die Polizei des NS-Staats – vom „Freund und Helfer“ der Weimarer Zeit zum willfährigen Terrorinstrument des NS-Regimes
  3. Die Polizei(en) der Bundesrepublik – von der Nachkriegspolizei zum heutigen föderalen Polizeisystem
  4. Die Volkspolizei der DDR von 1949 – 1989 als Schild und Schwert des SED-Staates

Je nach Interesse und Bedarf ist es möglich auch die vormodernen Ursprünge der deutschen Polizei im ausgehenden 18. und vor allem im 19. Jahrhundert bis zum Ende des Kaiserreichs zu betrachten. Darüber hinaus lassen sich nach einem allgemeinen Überblick über die oben genannten vier Epochen weitere Themenfelder aus diesen Bereichen identifizieren, die dann näher untersucht werden können. So z. B. die Frage nach der Kriminalität im Nationalsozialismus („das hat es bei Hitler nicht gegeben“ – doch hat es!!); die Beteiligung der NS-Polizei am Holocaust; die „68er“- Bewegung als Herausforderung für die Polizei; die Transformation der Volkspolizei in die fünf neuen Länderpolizeien ab 1990; „Alte Kameraden und neue Kollegen“ – über die personellen Kontinuitäten in der Polizei nach 1945; „Weiße Mäuse“ – die Verkehrspolizei entsteht etc., etc..

Es ist geplant, für interessierte Teilnehmer gemeinsame Besuche und Exkursionen zu polizeigeschichtlich relevanten Orten und Ausstellungen in der näheren Umgebung anzubieten; näheres dazu in der Veranstaltung, die hybrid (also sowohl Online als auch in Präsenz) angeboten wird.

Bemerkung

Anmeldung ab dem 23.09.2022, 9 Uhr unter https://www.uni-muenster.de/Studium-im-Alter/zusatzangebot.html


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2022/23 , Aktuelles Semester: SoSe 2023