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Wie Grammatik das Denken prägt: Verbalaspekt und die Wahrnehmung von Ereignissen - Einzelansicht

Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Langtext
Veranstaltungsnummer 091213 Kurztext
Semester WiSe 2022/23 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen Studienjahr
Max. Teilnehmer/-innen
Credits Belegung Belegpflicht
Hyperlink
Sprache deutsch
Termine Gruppe: [unbenannt] iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
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Di. 10:00 bis 12:00 woch 08.11.2022 bis 31.01.2023  vom Stein Haus - VSH 226        
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Sa. 10:00 bis 16:00 Einzel am 19.11.2022 Bispinghof 2 - BB 103        
Gruppe [unbenannt]:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Clasmeier, Christina, Jun.-Prof. Dr. verantwort
Studiengänge
Abschluss - Studiengang Sem ECTS Bereich Teilgebiet
Master - Empirische und Angewandte Sprachwissenschaft (88 F27 21) -
Prüfungen / Module
Prüfungsnummer Modul
26004 Vertiefung zur anthropologischen Linguistik - Master Emp und Angew Sprachwiss Version 2021
26003 Übungen zur anthropologischen Linguistik - Master Emp und Angew Sprachwiss Version 2021
26002 Einführung in die anthropologische Linguistik - Master Emp und Angew Sprachwiss Version 2021
22004 Vertiefung zu Sprachtypologie und Sprachvergleich - Master Emp und Angew Sprachwiss Version 2021
22003 Nicht-indogermanische Sprache - Master Emp und Angew Sprachwiss Version 2021
22002 Einführung in Sprachtypologie und Sprachvergleich - Master Emp und Angew Sprachwiss Version 2021
Zuordnung zu Einrichtungen
Institut für Sprachwissenschaft
Institut für Slavistik
Fachbereich 09 Philologie
Inhalt
Kommentar

Die Frage, wie Sprache und Sprechen mit anderen kognitiven Bereichen zusammenhängen, beschäftigt Linguistik, Philosophie und Psychologie schon seit Jahrhunderten. Sprachdeterministische Ansätze, wie von Sapir und Whorf vertreten, entbehren zwar einer empirischen Grundlage. Aber dass nicht nur das Denken die Sprache, sondern auch die Sprache das Denken auf vielfältige Weise beeinflusst, ist mittlerweile durch unterschiedlichste Studien (z.B. zu spezieller Lexik wie Sand- und Schneebezeichnungen, aber auch der Einteilung und Benennung des Farbspektrums) belegt.

Im Seminar verschaffen wir uns zunächst einen Überblick über das Thema und die Studienlage insgesamt. Im Anschluss daran wird jedoch eine bestimmte grammatische Kategorie und ihr Einfluss auf die Wahrnehmung im Fokus stehen: Der Verbalaspekt. Über einen grammatischen Verbalaspekt verfügen sehr viele Sprachen, darunter das Englische, die romanischen und slavischen, aber auch semitischen und afroasiatischen Sprachen. Zahlreiche psycholinguistische Experimente, insbesondere anhand des englischen Aspekts, haben gezeigt, dass der imperfektive Aspekt, das progressive, mit einem mentalen „Eintauchen” in die beschriebene Situation verbunden ist. So können sich Versuchspersonen z.B. an Werkzeuge, die für eine bestimmte Handlung verwendet werden, besser erinnern, wenn die Handlung im progressive, als wenn sie in der simple form geschildert wurde. Wir werden eine Auswahl von Studien rund um dieses Phänomen lesen und unter inhaltlichen und methodischen Gesichtspunkten diskutieren. Schließlich wird es auch darum gehen, die initiale Frage erneut in den Blick zu nehmen und den Beitrag, den aspektologischen Studien dazu leisten können, einzuordnen.

Literatur

Ferretti, T. R., Kutas, M., & McRae, K. (2007). Verb aspect and the activation of event knowledge. Journal of Experimental Psychology. Learning Memory and Cognition, 33(1), 182–196. https://doi.org/10.1037/0278-7393.33.1.1.

Schmiedtová, B. (2011). Seeing for Speaking. Wie Sprache unser Denken formt - psycholinguistische Hintergründe. In: S. Schulte (Ed.). Ohne Wort keine Vernunft – keine Welt. Bestimmt Sprache Denken? Schriftsteller und Wissenschaftler im Wortwechsel mit Johann Georg Hamann. Münster et al., 97-128.


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Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2022/23 , Aktuelles Semester: SoSe 2023